Beitrag zu den Staatseinnahmen

Der Rohstoffsektor generiert Einnahmen für den Staat auf den unterschiedlichen föderalen Ebenen. Die wichtigsten Einnahmen sind die Steuern der allgemeinen Unternehmensbesteuerung (Körperschaftssteuer und Einkommensteuer nebst Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) sowie die rohstoffspezifischen Feldes- und Förderabgaben. Zusammen beliefen sich diese Einnahmen aus der rohstoffgewinnenden Industrie auf rund 555 Mio. Euro im Jahr 2017. Dies entspricht einem Anteil von 0,04 % an den Gesamteinnahmen des Staates. Die Abdeckung dieser Einnahmen durch den Zahlungsabgleich ist hier genauer dargelegt. Daneben gibt es weitere Zahlungen des rohstoffgewinnenden Sektors an den Staat wie zum Beispiel Pachten, Energie- und Stromsteuern (siehe „Einnahmen aus der rohstoffgewinnenden Industrie“ ) sowie Zahlungen in Zusammenhang mit naturschutzrechtlichen Eingriffen sowie der Wassernutzung (siehe „Umgang mit dem Eingriff in die Natur“ ), die hier nicht dargestellt sind.

Steuern

Insgesamt wurden durch den rohstoffgewinnenden Sektor im Jahr 2017 davor genannte Steuern in Höhe von 300 Mio. Euro gezahlt. Dies entspricht einem Anteil an den Gesamteinnahmen des Staates in Höhe von rund 0,02 %. Die größten Steuereinnahmen werden über die Gewerbe- und Körperschaftsteuern erzielt. Insgesamt sind die Steuereinnahmen aus dem rohstoffgewinnenden Sektor in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

In der nachstehenden Tabelle sind die geschätzten Einnahmen aus den genannten Steuern des rohstoffgewinnenden Sektors und deren Anteil am Gesamtsteueraufkommen dargestellt.

Steuereinnahmen aus dem Rohstoffsektor (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag)

SteuerartJahr
2011201220132014201520162017
in Mio. €
Körperschaftsteuer154173 15398938381
Gewerbesteuer248 287 160 201 190 170 166
Einkommensteuer34 59 54 60 57 51 45
Solidaritätszuschlag1013119877
Summe446 532 378 368 347 311 299
.
Gesamteinnahmen des Staates1.182.702 1.220.85 1.259.033 1.308.541 1.356.490 1.1415.506 1.473.847
Anteil o.g. Steuern an Gesamteinnahmen0,04 % 0,04 % 0,03 %0,03 % 0,02 % 0,02 % 0,02 %
.
nachrichtlich:
Fortschreibungsfaktor -5,63 % -10,59 % -2,25 %
Detaillierte Quellenangaben siehe Daten einsehen. Eigene Darstellung.

Förder- und Feldesabgaben

Die Förderabgaben werden von den Bergämtern der Bundesländer erhoben und variieren stark, abhängig von der lokalen Bergbauaktivität und den festgelegten Abgabesätzen in den einzelnen Bundesländern. Insgesamt wurden 2017 in Deutschland 255,9 Mio. Euro Fördereinnahmen erhoben. Spitzenreiter war mit Abstand Niedersachsen, mit mehr als 181 Mio. Euro. Auf Rang zwei folgte Schleswig-Holstein mit rund 62 Mio. Euro, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit rund 4,6 Mio. Euro. Bei einigen Bundesländern unterlag die Höhe der Einnahmen in den vergangenen Jahren signifikanten Schwankungen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, z. B. sinkende Weltmarktpreise für Rohstoffe oder Änderungen der Produktionsmengen.

In der nachstehenden Tabelle sind die Einnahmen aus den Förderabgaben für das Jahr 2016 bis 2017 dargestellt:
Förderabgabe in Tausend Euro20162017
Bundesland
Baden-Wuerttemberg128 211
Bavaria1.480 503
Berlin0 0
Brandenburg537 704
Bremen00
Hamburg8790
Hessen463398
Mecklenburg-Vorpommern248 636
Niedersachsen172.076 180.737
Nordrhein-Westfalen667 683
Rheinland-Pfalz5.192 4.639
Saarland33 74
Sachsen524 1.728
Sachsen-Anhalt1.478 1.547
Schleswig-Holstein48.140 62.102
Thuringia1.454 1.851
...
Gesamtförderabgaben232.505 255.902
Gesamteinnahmen des Staates in Mio. Euro1.415.506 1.473.847
Anteil0,02 % 0,02 %
Detaillierte Quellenangaben siehe Daten einsehen. Eigene Darstellung.

Die Feldeseinnahmen der Bundesländer werden nicht systematisch bundesweit zusammengestellt oder veröffentlicht. Ihre Höhe ist deutlich geringer als die Höhe der Fördereinnahmen und sie fallen überhaupt nur in einigen Bundesländern an (siehe nachfolgende Tabelle):

Feldesabgabe in Tausend Euro20162017
Bundesland
Bayern17,5 28,2
Brandenburg14,57,9
Niedersachsen242 560
Detaillierte Quellenangaben siehe Daten einsehen. Eigene Darstellung.