Deiti logo

Daten & Dokumentation Herunterladen

Daten zur interaktiven Rohstoffkarte


Die hier dargestellten Produktionsdaten beruhen u. a. auf der Publikation des Bundeswirtschaftsministeriums "Der Bergbau in der Bundesrepublik Deutschland"

Daten zur gesamtdeutschen Rohstoffproduktion


Die Zahlen zu den Produktionsmengen wurden folgenden Publikationen entnommen: Steinkohle und Braunkohle basieren auf (SDK 2017) „Der Kohlenbergbau in der Energiewirtschaft der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2016“. Die Zahlen zu Erdöl und Erdgas wurden (LBEG 2017) „Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland 2016“ entnommen. Die Zahlen zu Kali- und Kalisalzprodukte, Spezialton, Steinsalz, Siedesalz und Industriesole, Kaolin, Quarzkies und –sand, Kies und Sand, gebrochene Natursteine, Naturwerksteine sowie Kalk-, Mergel- und Dolomitstein basieren auf (BGR 2017) „Deutschland – Rohstoffsituation 2016“. Dabei handelt es sich um eine jährliche Publikation, die u. a. Informationen zur Gewinnung von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in Deutschland enthält.

Die Angaben zum Wert der zugehörigen Produktionsmengen sind nicht in der amtlichen Statistik enthalten. Deshalb wird auf andere Publikationen zurückgegriffen, wie z. B. die Geschäftsberichte der Verbände oder verschiedene Publikationen des Statistischen Bundesamtes. Im Detail basieren die Werte der Produktion von Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas auf Schätzungen aus durchschnittlichen Grenzübergangspreisen 2016 (BGR 2017). Derselben Publikation sind auch die Werte für Kali und Kalisalzprodukte, Spezialton (Berechnung nach Destatis), Steinsalz und Industriesole (Berechnung nach Destatis) sowie Kaolin (Berechnung nach IM 2016) entnommen. Die Werte der Produktion für Quarzsand und -kies, Kies und Sand und gebrochenem Naturstein sind ebenfalls aus [BGR 2017] entnommen. Die Werte der Produktion der Naturwerksteine sowie von Kalk-, Mergel- und Dolomitstein entstammen den Angaben des Statistischen Bundesamtes. Die hier verwendeten Daten wurden keiner zusätzlichen gesonderten Überprüfung unterzogen.

Steinkohle

Die deutsche Steinkohlenförderung sinkt seit Jahren kontinuierlich und es ist geplant bis Ende 2018 die Förderung sozialverträglich zu beenden. Im Jahr 2016 betrug die Förderung 3,8 Mio. t verwertbare Förderung. Aus den durchschnittlichen Grenzübergangspreisen für Kraftwerkskohlen für das Jahr 2016, kann man daraus einen Wert von etwa 258 Mio. Euro abschätzen.

Braunkohle

Die Förderung der heimischen Braunkohle lag mit 171,5 Mio. t in etwa auf dem Vorjahresniveau. Nach Schätzung der BGR entspricht dies einem Wert von 2.330 Mio. Euro.

Erdöl

Die deutsche Erdölproduktion lag im Jahr 2016 bei 2,4 Mio. t. Ähnlich wie bei der Steinkohle hat die BGR aus den durchschnittlichen Grenzübergangspreisen für das Jahr 2016 den Wert der Erdölproduktion auf 677 Mio. Euro abgeschätzt.

Erdgas

2016 wurde in der Bundesrepublik in neun Bundesländern Erdgas (einschl. Erdölgas) in Höhe von 8.673 Mio. m³ gefördert. Wie bei Erdöl, hat die BGR aus den durchschnittlichen Grenzübergangspreisen für das Jahr 2016 den Wert der Erdgasproduktion auf 1.445 Mio. Euro abgeschätzt.

Kalisalz

In Deutschland werden durch zwei Unternehmen Kali- und Magnesiumsalze gewonnen. Die verwertbare Förderung lag im Jahr 2016 bei rund 6,2 Mio. t in Form von Kali- und Kalisalzprodukten (BGR2017). Der Wert der Kali- und Kalisalzprodukte betrug nach der Berechnung der BGR etwa 1.652 Mio. Euro.

Spezialton

Nach Angaben der deutschen Bergbehörden wurden im Jahr 2016 in Deutschland rund 5,4 Mio. t verwertbarer Menge an Spezialton gefördert. Dabei handelt es sich um hochwertigen Ton für die keramische Industrie und Feuerfesttone. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die BGR den Wert dieser Menge auf 123 Mio. Euro berechnet.

Steinsalz, Industriesole und Siedesalz

Nach Angaben der deutschen Bergbehörden wurden im Jahre 2016 in Deutschland 13,4 Mio. t (NaCl-Inhalt) an Steinsalz und Industriesole gewonnen. Zusätzlich wurde rund 1 Mio. t Siedesalz produziert, woraus sich eine Gesamtproduktion von 14.3 Mio. t ergibt. Aufbauend auf Wertangaben des Statistischen Bundesamtes berechnete die BGR den Wert dieser Menge auf 400 Mio. Euro.

Kaolin

Kaolin wird überwiegend in der Papierindustrie und zu Produktion von Feinkeramik verwendet. Nach den Meldungen der deutschen Bergbehörden, wurden im Jahr 2016 4,7 Mio. t kaolinhaltiges Rohmaterial gefördert (BMWi 2018). Nach Aufbereitung blieben etwa 1 Mio. t verkaufsfähige Kaolinprodukte im Wert von 78 Mio. Euro.

Quarzkies und –sand

Die Gewinnung von Quarzkiese und –sanden 1 belief sich im Jahr 2016 auf 9,9 Mio. t mit einem Wert von 212 Mio Euro. Der Rohstoff wird u. a. als Glassand, Gießereisand sowie als Füllstoff in chemischen und bauchemischen Produkten eingesetzt.

Kies und Sand, gebrochener Naturstein

Kiese, Sande und gebrochene Natursteine werden zu ca. 95 % in der Bau- und Baustoffindustrie verwendet [BGR 2017]. Hier kommen sie z. B. im Tiefbau oder in der Betonherstellung zum Einsatz. Im Jahr 2016 wurden Kiese und Sande in der Gesamtmenge von 247 Mio. t mit einem Wert von 1587 Mio. Euro gefördert, sowie gebrochene Natursteine in Höhe von 218 Mio. t und einem Wert von 1.500 Mio. Euro 2

Naturwerkstein

Naturwerkstein wird zunächst in Rohblöcken gewonnen und anschließend zu Platten unterschiedlichen Formats gesägt. Diese Platten werden z. B. als Fassadenverkleidung oder als Wand- und Bodenbelag eingesetzt. Zudem finden sie als Fensterbänke, Treppenstufen und Grabsteine Verwendung. Im Jahr 2016 wurden 0,40 Mio. t des Rohstoffs gefördert, mit einem geschätzten Wert von 42 Mio. Euro.

Kalk-, Mergel- und Dolomitstein

Im Jahr 2016 wurden ca. 53,2 Mio. t Kalk-, Mergel- und Dolomitstein mit einem Wert von 760 Mio. Euro gefördert. Kalk wird u. a. im Haus- und Straßenbau sowie bei der Produktion von z. B. Eisen, Stahl, Zement, Glas oder Lebensmitteln eingesetzt.

Quellenverzeichnis

[BGR 2016] – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (2016): „Deutschland – Rohstoffsituation 2015“

[BGR 2017] – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (2017): „Deutschland – Rohstoffsituation 2016“

[BMWi 2016] – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2016): „Der Bergbau in der Bundesrepublik Deutschland 2015“

[BMWi 2018] – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2018): „Der Bergbau in der Bundesrepublik Deutschland. Bergwirtschaft und Statistik 2016“

[Destatis] – Statistisches Bundesamt (versch. Jg. a): Erhebungsportal. – URL: https://erhebungsportal.estatistik.de/Erhebungsportal sowie (versch. Jg. b): Produzierendes Gewerbe. – URL: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/...

[IM 2016] – Industrial Materials (2016): IM Price Database

[[LBEG 2017] –Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (2017): Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland 2016

[MIRO 2016] – Bundesverband Mineralische Rohstoffe e. V. (2016): „Die deutsche Gesteinsindustrie. – Bericht der Geschäftsführung 2015/2016“

[SDK 2017] – Statistik der Kohlenwirtschaft e.V. (2017): „Zur Lage des Kohlenbergbaus in der Bundesrepublik Deutschland 2017.“


1 In [BMWi 2016] wird eine andere Klassifikation betrachtet, nämlich Quarz und Quarzsand. Davon sind Quarzsand und-kies nur eine Untermenge, die nicht eigens nach Bergrecht ausgewiesen wird. Für die Schätzung des Wertes werden deshalb hier die Daten aus [MIRO 2016] übernommen.

2 Alle Angaben aus [MIRO 2016]. Die geförderte Menge in [BMWi 2016] zu Kiesen und Kiessanden ist wesentlich geringer, da nur ein Bruchteil der Unternehmen unter das Bergrecht fällt.

Daten zum Beitrag zum BIP


Die Daten werden der aktuellen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (2017) des statistischen Bundesamtes entnommen ( PDF und EXCEL Der Wirtschaftszweig „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ umfasst die Gewinnung natürlich vorkommender fester (Kohle, Salz, Erze, Steine und Erden), flüssiger (Erdöl) und gasförmiger (Erdgas) mineralischer Rohstoffe.

In der statistischen Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) umfasst der Sektor „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ den gesamten Abschnitt B mit folgenden Subsektoren: Kohlenbergbau (WZ08-05); Gewinnung von Erdöl und Erdgas (WZ08-06); Erzbergbau (WZ08-07); Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau (WZ08-08) sowie Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von Steinen und Erden (WZ08-09). Eine detaillierte Auflistung dieser Subsektoren findet sich in der Publikation „Klassifikation der Wirtschaftszweige“ des Statistischen Bundesamts auf den Seiten 175-185. Es gilt zu beachten, dass im Abschnitt B („Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“) der Subsektor „Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von Steinen und Erden“ (WZ08-09) inkludiert ist. Dieser Bereich umfasst allerdings keine klassischen Gewinnungstätigkeiten.

Daneben gibt es weitere rohstoffgewinnende Unternehmen die aufgrund ihrer Haupttätigkeit einem anderen Wirtschaftszweig zugeordnet sind und deshalb im Folgenden nicht berücksichtigt sind.

Daten zur Beschäftigung


Die Daten zu den Beschäftigten wurden der Datenbank der Bundesagentur für Arbeit entnommen (EXCEL).

Daten zu Exporten


Die Daten zu den deutschen Rohstoffexporten basieren auf Angaben zu den Güterabteilungen (des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken vom Statistischen Bundesamt und umfassen in diesen Berechnungen die Bereiche „Kohle“ (GP09-05), „Erdöl und Erdgas“ (GP09-06), „Erze“ (GP09-07) und „Steine und Erden, sonstiger Bergbau“ (GP09-08). Die Daten der Exporte von 2012-2016 wurden der Genesis-Online-Datenbank von Destatis am 26.05.2017 entnommen. Die Daten für 2015 sind auf der Website des Statistischen Bundesamtes abrufbar. Die Aussagen zu den Re-Exporten von Erdgas sind ( BGR 2016 und BGR 2017, Tabellen 5, 28 und 29) entnommen.

Daten zu Staatseinnahmen durch Steuern


Die in der Tabelle dargestellten Steuerbeträge basieren auf Sonderauswertungen der Körperschaftsteuerstatistiken 2010 – 2012, der Gewerbesteuerstatistiken 2010 und 2011 und der Statistiken über die Personengesellschaften und Gemeinschaften 2010 – 2012 sowie Schätzungen und Fortschreibungen des Bundesministeriums der Finanzen.

Betrachtet wurde jeweils nur der Wirtschaftszweig „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“. Er umfasst die Gewinnung natürlich vorkommender fester (wie Kohle, Salz und Erze), flüssiger (Erdöl) und gasförmiger (Erdgas) mineralischer Rohstoffe. Eine detaillierte Auflistung findet sich in der „Klassifikation der Wirtschaftszweige“ des statistischen Bundesamts auf den Seiten 175-185.

Da die aktuellsten statistischen Daten die Jahre 2011 bzw. 2012 betreffen, wurden die Folgejahre bis 2016 fortgeschrieben. Für die Fortschreibung wurde die Änderungsrate der Bruttowertschöpfung des Wirtschaftszweigs B „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ laut den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen herangezogen (Quelle: VGR - Wichtige Zusammenhänge im Überblick Seite 20 f.).

Die für den rohstoffgewinnenden Sektor ausgewiesenen Steuerbeträge sind Beträge, die für das jeweils angegebene Jahr von den Unternehmen zu zahlen waren (sog. Veranlagungsjahr). Der statistische Zeitrahmen unterscheidet sich damit von dem für die Gesamteinnahmen des Staates, die im Jahr des Zuflusses verbucht werden (Kassenjahr).

Die angegebenen Gesamteinnahmen des Staates sind der Kassenstatistik des Bundes (Öffentlicher Gesamthaushalt – ÖGH) entnommen. Die Gesamteinnahmen des Staates umfassen neben den Steuereinnahmen des Staates auch Einnahmen aus Sozialversicherungsbeiträgen, Veräußerungserlösen oder Vermögensanlagen (Staatsanleihen) sowie ferner auch Gebühren, Verwaltungseinnahmen oder etwa Gewinne aus Staatsunternehmen. Detaillierte Erläuterungen bzw. Definitionen zum Öffentlichen Gesamthaushalt (ÖGH) sind auf der Website des Statistischen Bundesamtes abrufbar:

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/FinanzenSteuern/ThemaFinanzen.html

Körperschaftsteuer

Ausgewertet wurden statistische Daten der Jahre 2010 bis 2012. Für die Schätzung wurden die festgesetzten Körperschaftsteuern unbeschränkt und beschränkt Körperschaftsteuerpflichtiger vor Anrechnung von Kapitalertragsteuer o.Ä. berücksichtigt. Die Fortschreibung für die Jahre 2013 bis 2016 erfolgte anhand der Entwicklung der Bruttowertschöpfung des Wirtschaftszweigs B „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer wird in Deutschland von den über 11.000 Gemeinden nach individuell festgelegten und dadurch differierenden Hebesätzen erhoben. Ausgangsbasis für die Bemessung der Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag. Dies ist der nach Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuerrecht zu bestimmende Gewinn, der ggf. um Hinzurechnungen und Kürzungen nach dem Gewerbesteuergesetz erhöht bzw. gemindert wird. Auf Grundlage des Gewerbeertrags wird deutschlandweit einheitlich ein Steuermessbetrag ermittelt und durch Anwendung des jeweiligen Hebesatzes der Gemeinde auf den Steuermessbetrag die vom Unternehmen zu zahlende Gewerbesteuer bestimmt. Der Gewerbesteuer unterliegen Körperschaften, Personengesellschaften und natürliche Personen mit ihren gewerblichen Einkünften.

In der Gewerbesteuerstatistik sind nur die im Veranlagungsverfahren ermittelten Steuermessbeträge enthalten. Das Statistische Bundesamt hat in einer Sonderauswertung der Statistiken für die Jahre 2010 und 2011 den dort nachgewiesenen positiven Steuermessbeträgen der betrachteten Unternehmen die Hebesätze der entsprechenden Gemeinden zugeordnet. Damit konnte die Gewerbesteuer näherungsweise ermittelt werden.

Einkommensteuer

Natürliche Personen können als Einzelunternehmer oder Beteiligte an einer Personengesellschaft ebenfalls Gewinne im rohstoffgewinnenden Sektor erzielen und sind mit diesen gewerbe- und einkommensteuerpflichtig. In der Einkommensteuerstatistik sind jedoch keine Untergliederungen nach Wirtschaftszweigen enthalten. Damit konnte diese Statistik für die vorliegende Untersuchung nicht genutzt werden. Die Statistik über Personengesellschaften wiederum ist zwar nach Wirtschaftszweigen gegliedert, sie dient jedoch nur der Feststellung der erzielten Einkünfte, die bei den Beteiligten (Mitunternehmern) der Besteuerung entweder bei der Körperschaftsteuer oder der Einkommensteuer unterliegen.

Die auf den rohstoffgewinnenden Sektor entfallende Einkommensteuer wurde aufgrund der vorgenannten Probleme mit folgenden Verfahren unter Nutzung der Gewerbesteuerstatistik und der Statistik über die Personengesellschaften und Gemeinschaften geschätzt:

Für die Einzelunternehmen wurde aus den in der Gewerbesteuerstatistik ausgewiesenen positiven Steuermessbeträgen dieser Personengruppe durch Rückrechnung ein näherungsweiser Gewinn ermittelt. Die Summe der Einkünfte von Personengesellschaften, die im entsprechenden Wirtschaftszweig auf natürliche Personen als Beteiligte entfällt, wurde aus der Statistik über Personengesellschaften und Gemeinschaften ausgewertet.

Auf diesen Gewinn bzw. diese Summe der Einkünfte wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,6 % angewendet. Dieser durchschnittliche Steuersatz wurde mithilfe eines Mikrosimulationsmodells für Einkommensteuerpflichtige mit gewerblichen Einkünften ermittelt. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteueranrechnung auf die Einkommensteuer ergibt sich die in der Tabelle dargestellte Größenordnung für die Einkommensteuer.

Solidaritätszuschlag

Zur Einkommensteuer und zur Körperschaftsteuer wird ein Solidaritätszuschlag als Ergänzungsabgabe erhoben. Er beträgt grundsätzlich 5,5 % der festgesetzten Körperschaft- und Einkommensteuer (siehe vorhergehende Erläuterungen).

Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag sind nicht Teil des D-EITI Zahlungsabgleichs (zur Begründung vgl. Kap. 9 / Annex).

Weitere Zahlungsströme, die in nachfolgender Tabelle unberücksichtigt sind, werden bei Anfallende Zahlungen und Umgang mit der Natur dargestellt.


Daten zu Feldes- und Förderabgaben


Die Einnahmen der Bundesländer aus Förderabgaben werden von den Ländern dem BMF für Zwecke des Länderfinanzausgleichs im Rahmen der monatlichen Berichterstattung zu den Steuereinnahmen zur Verfügung gestellt. Sie werden in den Abrechnungen des Länderfinanzausgleichs auf der Internetseite des BMF veröffentlicht.

Die Feldeseinnahmen werden nur vereinzelt in den Haushalten der Bundesländer veröffentlicht. Eine gesammelte Übersicht der Feldesabgaben liegt nicht vor. Die meisten Bundesländer veröffentlichen Feldes- und Fördereinnahmen akkumuliert in den Landeshaushalten. Für 2016 liegen nur von drei Bundesländern einzeln aufgeführte Einnahmen aus den Feldesabgaben vor: Bayern, Brandenburg, und Niedersachsen.

Daten zu Umsatz Steine und Erden


Die Daten wurden dem „Jahresbericht für Betriebe 2016“ des Statistischen Bundesamtes entnommen. Dieser Bericht bezieht sich auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten, (Statistik ist nicht vergleichbar mit den Angaben zu den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten) und deckt damit nicht die Gesamtheit der rohstoffgewinnenden Betriebe ab (EXCEL).

Daten zu Anpassungsgeld


Die Daten zur Höhe der Subventionen wurden dem aktuellen Subventionsbericht der Bundesregierung entnommen, der alle zwei Jahre erscheint (PDF).

Daten zum Zahlungsabgleich


Die Informationen zum Zahlungsabgleich finden Sie in dieser Excel-Datei. Der Zahlungsabgleich wurden von dem Unabhängigen Verwalter der D-EITI für den ersten Bericht (Warth & Klein Grant Thornton Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf) erstellt. Erläuterungen zur Erstellung des Zahlungsabgleichs sowie zur Auswahl der Rohstoffsektoren, Unternehmen, und Zahlungsströmen sind in diesem pdf dargestellt. Dort finden Sie ebenfalls Empfehlungen des Unabhängigen Verwalters für die zukünftige Berichterstattung unter D-EITI.

Daten zum 1. D-EITI Bericht


Die Multi-Stakeholder-Gruppe (MSG) der deutschen Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor (D-EITI) hat sich für die Umsetzung des Prinzips offener Daten im Rahmen der D-EITI festgelegt. Das Open-Data-Konzept kommt ausdrücklich nur für Daten und Informationen, die öffentlich sind bzw. deren Veröffentlichung im Rahmen der D-EITI durch die MSG beschlossen wurde, und nur im Rahmen der geltenden rechtlichen Grundlagen zur Anwendung. Alle Daten sind ohne Nutzungsbeschränkungen gemeinfrei verfügbar nach der CC BY 4.0 Lizens sowie der Datenlizenz Deutschland Version 2.0.